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War das ein schöner Tag. 5:00 Uhr aufgestanden, Zeitung gelesen, am Compi gesessen und pünktlich um 7:00 Uhr war ich zum Frühstück im Bäckerladen. Die Freunde waren auch schon alle dort und das tägliche Bericht erstatten nahm seinen Lauf. Alle wünschten mir viel Glück für den Marathon. Um 8:00 Uhr verabschiedete ich mich. Dragitza, (rechts im Bild)meine mir so lieb gesonnene Verkäuferin, drückte mir herzlich die Hand und wünschte mir eine heile Rückkehr. Sie kann es sich nicht vorstellen, das man 42 km laufen kann.

Dann fuhr ich Richtung Bad Salzuflen. Trotz leichten Schneefalls war es eine zügige Fahrt. bereits um 08:32 stand ich auf dem Parkplatz. Raus aus dem Auto und dann erst einmal auf die Strecke. Hier schneite es immer wieder und oben im Berg lag noch richtig Schnee. Mir grauste, denn die Voraussetzungen waren ähnlich wie im letzten Jahr.

Ich sah unterwegs diese herrlichen Bäume.

Oder diesen, mit mindestens 2 m Stammdurchmesser. Ein richtig urwüchsiger Baum.

Dann kam ich an die Schützenhütte. Das ist das Stammhaus der ersten Marathonläufe hier in Bad Salzuflen. Manchesmal bin ich hier gestartet. Von damals sind nicht mehr viele Läufer dabei.

Auch hier am Ehrenmahl zum Gedenken an die Gefallenen der Weltkriege, haben wir manchesmal gestanden und dem Start entgegen gefiebert.

Die ersten fleißigen Helfer bauen hier ihre Verpflegungsstation auf. Die wichtigste an der Strecke. Denn hier muss man entscheiden, ob man weiterlaufen will oder nicht.

Nun laufe ich langsam wieder zurück. Die ersten Foris werden wohl langsam eintrudeln. Genau so ist es. Als erstes entdecke ich Tanja "newcommerin" und Thorsten.Schnell wird ein Bild gemacht.

Es dauert nicht lange und schon gesellt sich marathon man 1 dazu. Thorsten ist ein guter Freund von ihm und gemeinsam stellen sie sich der Camera.

Welche Freude, auch Mara- thonne, meine treue Seele und ihr Herrchen Uli stehen mit einem mal neben mir. Letzte Woche beim Teich- wiesen Marathon in Hamburg haben wir uns persön lich kennen gelernt. Uli ist mir ein großes Vorbild, was der menschlich schon bewegt hat, das kann man in seinem Buch "Der letzte Schuß" nachlesen. Bestell Nr. 547.512 ISBN 3-87482-512-4. Für mich ist er ein Mensch, wie es so leider zu wenige gibt. Genau wie seine Hündin, auch sie ist ein Tier, das man sofort in sein Herz schließen muß. Schade, das wir uns nach dem Zieleinlauf nicht mehr gesehen haben. Aber über das Streak Running Forum stehen wir sowieso immer in Kontakt.

Dann fiel endlich der Startschuß und ein Lauf der besonderen Herausforderung begann. Zuerst lief ich mit Uli ganz am Ende des Feldes. Es dauerte nicht lange und wir trafen auf viele Bekannte. Es wurden Gespräche geführt und man merkte garnicht, wie schnell die Zeit verging. Irgendwann fand jeder sein Tempo und das Feld zog sich auseinander. Hin und wieder überholte ich einige Läufer und wurde überholt.So lief ich Runde um Runde. Die Strecke wurde immer schlechter. Mehrmals kam ich gerade noch an einem Sturz vorbei.Die fleißigen Helfer streuten an den besonders gefährdeten Stellen Sägespäne und so wurde der Kurs doch deutlich entschärft. Man hat vom letzten Jahr viel gelernt. Ein dickes Lob an die Veranstalter. Hier wird Laufen durch Läufer gestaltet. Mir hat es sehr gut gefallen. Das Beste aber war, als Anke an mir vorbei lief. Sie ist die Nummer Eins im Kreis Minden Lübbecke. Wie sie galant an mir vorbei stürmte, dieser grazile Laufstil, das war schon eine Augenweide.

So vergingen die Runden, ich war längst auf mich allein gestellt. Die dritte Runde auf dem 8 km Kurs war vorbei, eigentlich war ich mir schon sicher, unter diesen Verhältnissen keine fünfte Runde zu laufen. Aber der Mensch denkt und Gott lenkt. Danke an meine Mutter, die mir gelehrt hat, immer Rücksicht auf andere Menschen zu nehmen. So kam es dann in der vierten Runde, knapp 500 Meter vor dem Punkt, wo man aussteigen kann, das ich auf eine Läuferin auflief. Sie war leicht versetzt vor mir, als sich von hinten ein überholender Läufer zwischen uns setzte. Luzie, so hab ich später erfahren, war wohl etwas verunsichert und kam ins Straucheln. Ich sah das Unglück wie in Zeitlupe. Sie schlug nach hinten rüber und genau auf den Hinterkopf. Sie krümmte sich vor Schmerzen und war sichtlich geschockt, das Ihr soetwas passierte. Ich eilte zu Ihr und half Ihr auf die Beine. Der andere Läufer kümmerte sich garnicht und lief einfach weiter. Danke, Du Armleuchter. Ich jedenfalls half Ihr wieder auf die Beine und als ausgebildeter "Erst Helfer" nahm sie in Augenschein. Gott sei Dank konnte sie weiterlaufen. Aber dieser Schlag auf den Hinterkopf, der war mir richtig durchgegangen. Ich bot Ihr an, ein Stück des Weges mit Ihr zu laufen um eventuelle Folgen des Sturzes zu beobachten. Eine Gehirnerschütterung oder ähnliches wäre schon möglich gewesen. Aber es ging Ihr doch recht schnell wieder gut. Wir Beide kamen ins Gespräch und stellte viele Gemeinsamkeiten fest. Es setzte richtig schöner Schneefall ein. Wir beide erzählten uns unsere Läuferkarrieren und freuten uns immer wieder über diesen schönen Lauf. So verging die Zeit und wir näherten uns wieder der Sturzstelle. Diesmal liefen wir auf einen älteren Herren auf. Wir hatten Ihn schon länger vor uns. Plötzlich stürzte auch er aus heiterren Himmel einfach nach hinten rüber  und stöhnte vor Schmerzen. Wir Beide eilten zu Ihn und versuchten Ihn wieder auf die Füße zu bekommen. Aber es war hier zu glatt. Wir zogen Ihn an den Seitenrand und dort berappelte Er sich langsam wieder. Er bedankte sich für die Hilfe und lief dann mit uns zusammen vorsichtig weiter. So waren wir zu Dritt, was natürlich der Kommunikation auch wieder diente. Er erzählte uns Seine Läuferkarriere und war froh, das wir bei Ihm waren.

So erreichten wir dann als 121., 122., und 123. das Ziel, aber das war uns irgendwie egal. Wir hatten einen richtig schönen Marathonlauf mit allen Unwägbarkeiten gefinsht. Die Zeit war nebensächlich, das menschliche Miteinander hat alles andere übertroffen. Für mich jedenfalls. Ich danke Euch Beiden, es war schön, Euch an meiner Seite zu haben.

Auch einen großen Dank an die Helfer, die so lange an der Strecke verweilt haben und immer nett und freundlich waren.