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Mein Neujahrslauf 2004


Als ich heute morgen um 8 Uhr wach wurde, da war ich gleich top fit. Kein Wunder. Ich hab Bereitschaft und während die anderen in das neue Jahr feierten und sich auch ein gutes Tröpfchen gönnten, konnte ich mich am Wasser laben.

Das kam mir nun zu Gute. Die Gunst der Stunde nutzen. Alle schlafen noch. Tiefe Ruhe im Haus. Also schnell geduscht und dann ran an den Compi. Die neue Homepage weiter basteln.

Wie im Fluge verging die Zeit. Bonnie schaute öfter rein und wollte mich überzeugen, das wir nun aber los laufen müssten. Aber ich enttäuschte sie immer wieder und vertröstete sie auf den Abend. Gegen 19:00 Uhr hatte sie mich dann soweit gebracht, das es nun endlich los ging . :-)

Wie gesagt, ich hab Rufbereitschaft. Das heißt, wir können wieder nur die 5 km Dorfrunde laufen, da ich dann immer kurzfristig in den Einsatz fliegen kann.

Das hat man nun davon, wenn man den ganzen Tag nicht vor die Tür geht. Denn es wurde mir doch recht frisch. Die Temperaturen hatte ich wohl leicht unterschätzt. Vor allen der Wind in den Häuserschluchten, der blies doch ganz schön um die Ohren. Also etwas schneller laufen, um nicht so stark auszukühlen. Dabei wollte ich ruhig ins neue Jahr laufen. ;-(

Die erste Runde war nach 30:15 Minuten beendet, da Bonnie zwischendurch erst noch einen Plausch mit einem Retrievere führen musste.

Kurzer Boxenstop zu Hause, noch ein Laufhemd unter die Jacke angezogen und Mütze mit Ohrenschützern aufgesetzt.

Start zur 2. Runde. Bonnie war richtig happy , das es weiter ging. Aber ich auch. Unterwegs trafen wir einige Bekannte, die noch ein wenig frische Luft schnappen wollten und grüßten uns und wünschten ein frohes neues Jahr. Ruck zuck verging die Zeit und wir waren schon wieder vor der Haustür.

Bonnie lief einmal an ihre Wasserstelle und schlabberte das eiskalte Wasser mit Genuss,

wobei sie mich immer im Blick behielt, um aufzupassen, ob ich ohne sie weiterlaufen würde. Aber das würde ich nicht übers Herz bringen, dann könnte ich nicht mehr ruhig laufen.

Als sie fertig war, gab ich ihr das Zeichen, das es weiter geht. Mit fröhlichen Gekläffe umzingelte sie mich und ich streichelte ihr über den Kopf. Los, weiter.

Die 3. Runde lag jetzt vor uns. Bonnie machte keine großen Kapriolen, sondern lief  fast ohne Schnüffelpause voran. Sie kennt die Runde genau, und sie weiß auch genau, wo sie abbiegen muss. Wir sind nur auf Fußwegen unterwegs. Betonplatten, abgesenkte Einfahrten.

In einer Hofeinfahrt steht ein neuer Audi. Den Fahrer kenn ich. Ich sehe, er hat Licht an und will wohl vom Hof fahren. Natürlich hab ich meine Laufweste an und die eingeschaltete Stirnlampe sitzt auch vor der Omme. Selbst Bonnie hat ihr Halsband mit der Rundum Beleuchtung, die immer blinkt. Ich denke doch, der Fahrer sieht uns so. Der Blick ist jedenfalls durch absolut nichts behindert. Und gerade, als ich die Einfahrt passieren will, gibt der Penner Gas und fährt los. Mit einem beherzten Sprung kann ich dem wild gewordenen Fahrzeug gerade noch ausweichen. Bonnie hat sich so erschrocken, das sie über die Mauer des Nachbargrundstücks in den Garten sprang. Nein, nicht, das der Fahrer angehalten hätte.

Ich glaube, der hat nichts gemerkt, der muss wohl noch im Silvester Koma gewesen sein.

Denn als er auf der Strasse war, wäre er noch fast mit einem entgegen kommenden Fahrzeug kollidiert, dessen Fahrer noch eine Vollbremsung machen musste.

Nachdem der erste Schreck vorbei war, fanden wir unseren Laufrythmus schnell wieder.

Zu Hause angekommen, gab es wieder einen Boxenstop für Bonnie. Argwöhnisch peilte sie mich wieder an, während sie um den Saufnapf kreiste. Behält er die Stirnlampe auf ? Lässt er den Gurt um ? Zieht er die Jacke aus ?  Bonnie ließ mich nicht aus den Augen. Sie hatte gewonnen. Ich ließ alles an, sie wusste, was das hieß.

Den Gong zur 4. Runde läutete sie mit einem Herz zerreißenden fröhlichen Gekläffe ein, das ich schon fürchtete, die Nachbarn kämen gleich auf die Straße, um zu sehen was dort los sei.

Gestern noch traute sie sich kaum aus dem Haus raus. Überall dieses Knallen und Pfeifen. Den ganzen Tag über. Das hatte sie doch mächtig belastet. Sie lag immer nur zu meinen Füßen. Aber jetzt war es ruhig. Keine Angst mehr. Jetzt konnte sie wieder befreit loslaufen. Und das tat sie jetzt auch. Der Funke sprang über. So schaukelten wir beide uns immer höher. Das Tempo nahm immer mehr zu. Es wurde eine Runde ohne Zwischenfälle. Herrlich, wenn man so einen Laufkameraden hat, der sich so freut.

Damit hab ich dieses Jahr schon einen Tagesschnitt von 20 km   

 

Allen ein frohes und gesundes neues Jahr und das alle Eure Wünsche und Träume in Erfüllung gehen.

 

Gruß aus dem Weserbergland

                                                              -Rainer-