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04.09.2004

Heute ist es nun soweit. Der 1. Hamelner Rattenfänger Landschaftslauf erfährt seine Premiere. Geplant, vorbereitet, und das kann ich jetzt schon sagen, auch hervorragend durchgeführt,  von Davor Bendin
erwartet uns ein Lauf in einer herrlichen Landschaft.

Kurz vor 09:00 Uhr treffe ich in Fischbeck ein. Herrliches Hochsommerwetter, zum Laufen aber wohl doch schon wieder etwas zu heiß. Egal, wir wollen ja gemeinsam in der Gruppe laufen.

Bei mir herrscht doch etwas Nervosität, denn heute werde ich hier Läufer treffen, die haben wirklich einiges mehr zu bieten, als ich jemals erreichen werde. Insgesamt 12 Läufer , die zusammen wohl schon über 3000 !!!! Marathon, Ultramarathon und Ultra Triathlon geschafft haben. Ein geballte Macht an Erfahrung kommt hier zusammen. Und diese Gruppe ist schon fast vollständig anwesend, als ich eintreffe.

Davor macht uns bekannt und schnell ist der Bann gebrochen. Alles nette lockere Typen und schnell kommt man ins Gespräch.

 

Teilnehmer:

Schek kee Lo

Sylvia Rehn

Christian Hottas

Alan Robertson

Karl Heinz Jost

Norbert Schmid

Alfred Waßmer

Hans Joachim Meier

Hirendra Kurani

Rainer Lohstroh 

Davor Bendin     

Oliver Willle

Barbara Szlachetka   

 

 Dann lernen wir auch Daniel kennen, Davors Sohn, 3 Monate alt.



 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

          Da wird das Verpflegungsfahrzeug beladen.



 




 

Und dann geht es auf die Strecke.

 



Olli begleitet uns auf dem Fahrrad und Barbara fährt erst einmal im Begleitfahrzeug mit, um dann an passender Stelle in den Lauf einzusteigen.

 

Die Sonne scheint schon kräftig, als wir nach wenigen Kilometern den ersten historischen Punkt an der Strecke erreichen.

Die   Heineburg    hat hier einst gestanden und Davor erzählt uns dazu aus der Geschichte. Gespannt lauschen alle und genießen den Ausblick zum „Weißen Haus“ und rüber nach „Texas“.  Das "Weiße Haus" ist ein im Berg gelegenes Hotel und Texas heißt die Ortschaft.

 

Dann geht es weiter nach Hameln, entlang den Bahnschienen, wo ab und zu noch alte Dampflokomotiven zu bestaunen sind.

 Am Wasserübungsplatz der Pioniere kommen wir auf den Weserradwanderweg, wo uns dann auch das erste Mal der Verpflegungswagen zu kurzer Rast auffordert.





 


Frisch gestärkt geht es weiter. Vorbei an der Jugendherberge, wo auch einige der Teilnehmer genächtigt haben, erreichen wir bald die Weserbrücke in Hameln, die wir dann auch überqueren, um zum Klütturm hoch zu laufen. Dabei wird die erste Ratte in Hameln gesichtet. Hoch oben auf dem Brückenbogen leuchtet sie goldgelb in den Morgen. 

 
Es folgt ein langer Anstieg mit knapp 200 Hm hoch zum Klütturm. Vorbei an Finkenborn, erreichen wir den ersten Höhepunkt der Laufstrecke. Ein herrlicher Ausblick in das Wesertal nach Hameln bietet sich hier.



 



 


Gleichzeitig ist hier wieder eine Verpflegungsstelle, die auch dankbar angenommen wird. Die Hitze fordert doch schon Tribut. Trinken, trinken und noch mal trinken.

 



 


Ich hätte nie geglaubt, das es möglich ist, so einen Lauf mit Babyjogger zu laufen. Aber Schek kee Lo sollte mir noch beweisen, das da noch viel mehr mit möglich ist.

Und sein Töchterchen ist da noch mehr zu loben. So toll wie sie bei diesen Lauf mit gemacht hat, das ist schon bemerkenswert. Denn sie hat sich nicht nur schieben lassen, sondern ist auch etliche km gelaufen. Einfach toll.



 



Hier oben erzählte Davor dann auch die Geschichte vom Rattenfänger.

 Wir konnten uns kaum vom Verpflegungsstand und diesen herrlichen Ausblick trennen, aber dann liefen wir doch wieder irgendwann weiter.

Schon jetzt war ich beeindruckt, wie die Gruppe immer zusammen blieb. Keiner brauchte etwas darüber sagen, es klappte einfach so. Ich fühlte mich auch schon richtig dazugehörend, denn mit allen kam man sogleich ins Gespräch und , ach, es war einfach toll. So etwas erlebt man wirklich selten.

Es ging talwärts, zurück nach Hameln. Direkt in die Innenstadt.

                             

Dort herrschte Hochbetrieb. Davor bat darum, das wir doch gehen sollten, um uns nicht in der Menschenmenge zu verlieren oder für Unmut unter den Passanten zu sorgen. Das taten wir auch gerne. Denn nun wurde uns wieder etwas Besonderes geboten. Wir folgten den Spuren des Rattenfängers.




 

Florian, Sieger des Rattenfestivals

Dann sahen wir auch Florian in Lebensgröße, den Preissieger des Rattenfestival.

Die vielen Ratten bleiben mir als liebenswürdige Tierchen in Erinnerung. Toll, wer sich das ausgedacht hat.

 

Auch hier schaffte es Davor, uns immer wieder mit Informationen aus der Geschichte zu versorgen. Zum Beispiel von der alten Stadtmauer oder dem Hochzeitshaus.

 
So erfuhren wir viel über Hameln.

 

Dann verließen wir die Innenstadt und kamen zum nächsten Verpflegungsstand, der bei Davors  Verwandschaft  eingerichtet war.  Ich wusste, was nun auf uns zukam und tankte noch einmal ordentlich Wasser.

Mit 14% Steigung folgt nun ein langer Anstieg hoch zur Heisenküche und dann rein in das Naturschutzgebiet Schweineberg. Da wurden wir doch schon mächtig gefordert. Die Sonne stand ziemlich hoch und um die 30°C im Schatten mögen es wohl gewesen sein.

Und da hoch mit Babyjogger. Bewundernswert.

Als wir das dann hinter uns hatten, führte der Weg uns nach Unsen, von 278 HM runter auf 140 HM. Hier befand sich dann auch wieder ein Verpflegungspunkt.

Es beginnt nun der schwerste und schönste Teil der Strecke. Der höchste Punkt mit 437 Höhenmetern, der Süntelturm ist das nächste große Ziel.

Unterwegs kommen wir noch an der Jahnhütte vorbei,wo eine schöpferische Pause eingelegt wird und schon einmal ein Blick runter ins Wesertal möglich ist.


In der Jahnhütte







Weiter geht es dann auf herrlichen Wegen zum Süntelturm
Dort eingetroffen, versorgen sich doch erst einmal einige Läufer mit Hefeweizen, um die verlorenen Vitamine und Mineralien wieder nachzufüllen. Unser Begleiter auf dem Rad, Ollie, fährt dann erst einmal runter zur Eulenflucht, um die dort georderten Magnesium Brausetabletten abzuholen. In der Zeit genießen wir die Ruhepause und flachsen mit den Wanderern, die hier auch rasten.



 

Als Ollie dann wieder oben ist, geht es auch bald wieder weiter.

 


Mühsam schlängeln wir uns auf dem Weg weiter. Das nächste Ziel ist der Hohenstein. Als wir ihn erreichen, ist uns doch die Zeit schon ganz schön davon gelaufen. Aber alle sind frohgemut und genießen nun den Ausblick von der „Teufelskanzel“, wo der Blick nun durch das ganze Weserbergland frei gegeben ist. Herrliches Wetter und nette Menschen beim Laufen. Läuferherz, was willst Du mehr.

Davor erzählt uns wieder einiges über den Hohenstein und seiner Geschichte.
Kletterer sind mit Seil und Gurt in der Felswand unterwegs und erregen die Aufmerksamkeit von Wanderern und Läufern. Hier könnte ich stundenlang verweilen und die Aussicht genießen. Ich nehme mir fest vor, den Süntel in diesem Herbst und Winter als mein Laufgebiet zu beanspruchen und ihn vollständig zu erkunden.



 
Blick ins Wesertal















Der schwerste Teil der Strecke liegt hinter uns. Der Weg führt nun auf 6,5 km Länge runter in das   Blutbachtal
zur Baxmann Baude. Barbara hat das schwere Teilstück bis hier mit gelaufen und fährt dann im Versorgungsfahrzeug wieder mit heim. Hier unten ist nun auch der letzte Verpflegungspunkt gewesen und jetzt liegen noch gut 10 km mit langen Anstiegen und Gefällestrecken vor uns.

Einige Läufer genießen noch die hier befindliche Wassertretstelle





und erfrischen sich.

Dann geht es weiter. Die Sonne steht schon ziemlich tief, aber wir werden noch vor Einbruch der Dunkelheit zu Hause ankommen.

 

 

 

 

 Am  Kreuzstein vorbei, die Pappmühle passiert, führt uns der Weg in Richtung Bensen und weiter bis nach Fischbeck.




Gegen 20:00 Uhr erreichen wir dann wieder Davors  Elternhaus. 60 km herrlichster Laufstrecke liegen hinter uns.

Als gemeinsame Gruppe sind wir gestartet, gelaufen und ins Ziel gekommen.

Ein unvergesslicher Lauf liegt hinter uns. Danke dafür, Davor. Wir freuen uns auf das nächste Jahr.

 

Dann wurden wir noch durch Davors Familie mit einem wunderschönen Grillabend verwöhnt. Man ließ den Lauf noch einmal Revue passieren und zu später Stunde trennte man sich.

Ein schöner Tag ging zu Ende. Ich habe viele neue Freunde kennen gelernt und freue mich auf ein Wiedersehen.


Zum Schluß bekam jeder Teilnehmer noch eine wunderschöne Urkunde