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Das ist Er, der Mann, dem ich größten Respekt zolle. Wer so eine wundervolle Laufstrecke zusammenstellt und dort noch einen Wettkampf drauf organisiert, der muss vom "Laufen" viel verstehen. "Meisterlich", kann ich da nur sagen. Ich wünsche Dir und deinem Team viel Glück und ein tolles Gelingen der Veranstaltung.

Danke, Hansi.

Pfingstsonntag hatte ich noch leichten Schnupfen und habe darum den Lauf auf der 2. Runde des STUNT 100 in die Ferne geschoben. Aber Montag Nacht wälzte ich mich unruhig im Bett hin und her. Ich konnte nicht mehr schlafen. Es kribbelte in den Füßen. Die Neugier auf die Runde zwei wurde immer größer. Hansi hatte mir mal gesagt, das es seine Lieblingsrunde wäre. Das ließ mir nun keine Ruhe. Punkt 4:00 Uhr hielt mich nichts mehr im Bett. Ich packte meine Laufausrüstung ein und um 5:00 Uhr war ich unterwegs in Richtung Sibbesse.

Das Wetter sah noch recht gut aus, wenn es auch ziemlich kühl war. Mein Auto-Thermometer zeigte 8°C an. Aber solange es nicht regnet sind das gute Lauf-vorraus-setzungen.

Noch mal ein Blick zurück, bevor ich für die nächsten Stunden im Berg verschwinde.

Herrliche Landschaft. Hier kann man Urlaub machen. Zwischen dem Bremberg und Hettberg führt der Weg steil bergauf.

Vom Sportplatz aus muss ich ca. 100 Höhenmeter bis zu dem Wanderweg im "Vorberge" genannten Wald überwinden. Die letzten 50 HM verlaufen schon recht steil und man kommt schon gut auf Betriebs-Temperatur.

Herrliche Wege, immer wieder ein Genuss für die Sinne.


An solch neuralgischen Kreuzungen muss man schon sorgfältig die Karte studieren, damit man nicht falsch läuft. Denn noch ist die Strecke nicht ausgeschildert und nur Reste der alten Markierung sind stellenweise zu sehen.

Schon kommt man auf den ersten Trailpfad und das Läuferherz schlägt drei Takte höher.

Über die Baumstämme hinweg. Noch bin ich energiegeladen.

Der Trail endet an einer Landstraße, die ich vorsichtig überquere. Aber so früh am Morgen auf Pfingstmontag, ist hier noch nichts los. Dem Hinweisschild folgend, komme ich zur "Kultherberge", wo ich noch nicht genau weiß, wie ich das einzuordnen habe.

Dann führt der Weg am "Heiligen-holzberg" wieder aus den Wald heraus und ein toller Ausblick bietet sich hier. Dort unten liegt Adenstedt. Aber was mir am meisten auffällt, das ist die große Stimmenvielfalt der Vögel. So eine große Anzahl wie hier hab ich noch nirgendwo in der freien Natur beobachtet. Man kann kein Foto machen, ohne automatisch irgend welche Vögel im Sucher zu haben. Das frühmorgendlich Gesangskonzert ist wie die schönste Musik in meinen Ohren. Ich verweile einen Moment und genieße diesen wundervollen Morgen.

Der Ausgang des Trail. Auch hier wieder mit einer tollen Aussicht verkoppelt.

Kilometerlang führt der Weg nun am Waldesrand entlang und gestattet wunderbare Ausblicke in die Ferne.

Am Ende des Weges führt mich der Trail in den Sackwald. Auch hier muss man wieder genau schauen, welcher Weg der richtige ist.

Die Wege ändern ihr Profil. Man merkt, es geht tiefer in den Wald.

Kein direkter Wanderweg mehr zu erkennen. Ein Genuss für die Augen und die Füße.

Wie bezeichnend. Zwischen Ahrendsberg und "Paradies-Garten" führt der in meinen Augen schönste und gefährlichste Abstieg der gesamten Strecke runter nach Everode. Feste Schuh-schnürung und volle Konzentration sind hier gefragt.

Unter der dicken Laubschicht ist der Boden mit Geröll und Ästen übersät und jeder Tritt ist eine Heraus-Forderung. Da runter zu brettern ist in meinen Augen unmöglich.


Langsam wird der Weg besser.

Und wieder führt der Weg dicht am Waldrand durch fast bauchhohes Gras mit tollen Aussichten in die weite Umgebung.

Dann erreiche ich den Sportplatz in Everode, wo eine Zeltstadt aufgebaut ist. Die Zelte stehen leer und verwaist herum. Kein Mensch ist zu sehen.

Hansi hatte mich im Vorfeld schon gewahrt, das hier in Everode von der Markierung nichts mehr zu sehen ist und mir Tipps gegeben, wie ich laufen müsste. So erreichte ich dann auch die Merkmale, nämlich die Friedhofs-Kapelle ( davon trifft man bei dem Lauf auf mehrere ) und dann die Kirche.

Das ist die Kirche in Everode. Dort muss man links auf der Straße weiterlaufen, bloß nicht rechts.

Und ich war mir so sicher, das ich auf dem richtigen Weg bin. Humberg heißt der Berg, auf dem ich glaubte zu laufen. Aber nein, ich hab es nicht gemerkt und bin schön Richtung Meimerhausen gelaufen. Vom Hahnenberg bot sich eine tolle Aussicht.

In der Ferne der schöne See. Was hab ich mich über den Ausblick gefreut. Nur als ich dann weiter lief, und plötzlich auf dem Gipfel inmitten einer frisch gemähten Wiese stand, da regten sich erste Bedenken. Unten sah ich einen Wanderweg vorbei führen. Da bin ich dann runter und ihm noch guten einen km gefolgt. An einer Kreuzung stand ein Wegweiser  und nun war es gewiss, ich bin auf dem "Holzweg". Also frohgemut umgekehrt und die tollen Höhenmeter noch einmal unter die Füße genommen. Nicht ärgern, jeder Meter, den ich mehr mache, der bringt in dieser tollen Landschaft unvergessliche Eindrücke.

Schnell hab ich dann den Fehler gefunden, wo ich falsch abgebogen bin. Und da war er dann auch. Der von Hansi als "Grasweg" bezeichnete Einstieg in den Humberg.

Ein hartes Stück Arbeit beginnt nun. Der Anstieg bis zum Kammweg. Er ist bestimmt ein Highlight des STUNT.  

Oben angekommen, bieten sich wieder die schönsten Aussichten. Was hab ich für ein Glück mit dem Wetter.

Wege kann man stellenweise nur ahnen. Traumhaft, hier laufen zu dürfen.

Dann wieder ein Ausblick auf Hörsum.

An der "Hasenhütte" vorbei. Hier habe ich erst einmal die Schuhe entleert. Enorm, was sich da alles angesammelte hatte.

Am Waldesrand entlang, in der Ferne die Stadt Ahlfeld.

Hier verlasse ich den wunderschönen Trail und nähere mich Röllinghausen. Auch hier muss man genau die Karte studieren um den richtigen Weg zu finden.

Ein langer Weg bis Röllinghausen.

Auf einem langen Radweg laufe ich dann in Ahlfeld ein. Mitten in der Stadt mache ich diese Bilder von der Leinebrücke. 

Dann führt der Weg weiter in das Leinetal. Aber hier treffe ich zum erstenmal während des ganzen Laufs offenkundig auf Industrie. Die Kirchtürme in der Ferne überragen aber diese Werksgelände noch um Längen.

Raus aus der Stadt. Nur wenigen Menschen begegne ich hier.

Aber die Kühe freuen sich, als sie mich kommen sehen.

So sieht der Weg nun lange Zeit aus. Aua, aua, wenn da im Sommer die Sonne knallt und sich kein Luftzug rührt, dann freut man sich bestimmt, wenn mal ein Zug vorbei kommt, und die Luft in Bewegung setzt.

Da fährt der Leineexpress gerade vorbei.

An Godenau, was ich ja schon aus der 1. Runde kenne, vorbei, führt der Weg hinter einem Angelteich vorbei und wieder an die Schienen. Plötzlich ist der Weg zu ende und man läuft am Feldrand auf einem Trampelpfad weiter. Kurz danach treffe ich auf diese Naturdenkmal.

Dann erreiche ich die Kiesteiche in Posthof. Mich überkommt der Gedanke, im Sommer dort eine Schwimm-einlage zu machen.

Auch hier im flachen ist immer wieder etwas für Augen und Seele zu entdecken. So wie dieser Anblick der ursprünglichen Natur.

Ein Steg führt über die "Alte Leine" und gleich rechts rum führt der Weg weiter in Richtung Rheden.

Die "Alte Leine", ein Paradies für Angler.

Nachdem ich Rheden durchquert habe, ein langer Anstieg liegt hinter mir, treffe ich auf den Golfplatz.

Da hinten wartet der Berg auf mich.

Doch auf halben Weg liegt links ein Gehöft und dieses wunderbare pechschwarze Pferd steht majestätisch auf der Weide und würdigt mir keinen Blick.

Das ist derSegel-Flugplatz, allerdings von oben geknipst. Denn unter dem Windsack steht ein Schild "Betreten verboten". Was mach ich den nun. Der Weg führt direkt am Waldesrand über den Segelflugplatz. Also Karte raus, orientieren und Ersatzweg suchen. Das mache ich dann auch und laufe in den Wald. Aber dann denke ich, das kann doch nicht sein. Was machen wir, wenn Wettkampf ist und wir dürfen hier nicht lang. Also kehre ich um und laufe zurück. Der Mann, der hier am Flugplatz die Seilwinde bedient, die genau hier am Anfang steht, ist voll beschäftigt. Der Motor fährt hoch und ich schaffe es gerade noch , die Kamera zu aktivieren. Da schießt auch schon ein Segelflugzeug steil in die Luft.

Trotz des bedeckten Wetters ideale Flug-Bedingungen, so erklärt er mir hinterher.

Am Fallschirm hängend, schwebt das Seil zur Erde zurück. Dann nimmt der Maschinist sich Zeit für mich und steigt von der Seilwinde herunter. Ich frage ihn wegen des Verbots, ob ich nicht doch dort laufen dürfte. Wenn ich direkt am Waldrand laufe, dann ist das o.k. Nur beim Starten ist der Zutritt verboten, damit keine Unfälle mit dem Seil passieren. Wir sollten doch nur mit ihm in Kontakt treten, dann ist alles klar.

Dann trabe ich weiter und treffe noch auf diese schöne Maschine. Die blitzt und blinkt.

Unter der linken Tragfläche führt der Weg weiter.

Kurze aber nicht minder schöne Trails führen weiter in Richtung Eberholzen. Nun ist es nicht mehr weit.

Als ich durch die Felder komme, da fällt mir erst einmal richtig auf, was die Bauern hier doch für einen steinigen Boden haben. Das dort überhaupt was wächst ist schon fast ein Wunder.

Eberholzen rückt immer näher. Als ich dann am Ortsausgang ankomme, da hupt ein Auto und die Scheibe geht runter. "Mensch Rainer, dich suche ich schon", ruft es aus dem Fenster. Kein anderer als Hansi steht da vor mir. Ich freue mich mächtig Ihn hier zu treffen. Wir beide begrüßen uns herzlich und schnacken dann noch eine Weile. Er lädt mich nach sich zu Hause zum Kaffetrinken ein. Aber so durchgeschwitzt und und miefend möchte ich Ihm und seiner Familie das nicht antun. Bei anderer Gelegenheit dann gerne, Hansi.

"Seid einig, dann seid Ihr stark", so steht es hier geschrieben. Eine Tafel kurz vor dem Sportplatz in Eberholzen. Ich bin mir einig. Was Hansi hier für eine Strecke zusammen-gestellt hat, das ist einfach genial. Man kann es mit Worten nicht beschreiben. Dazu fehlen die passenden Worte. Man sollte sie laufen und genießen. Für eine Wettkampf ist sie eigentlich zu schade oder man genießt sie vorher, so wie ich es getan habe. Die Bilder haben sich mir eingeprägt, der Erlebniswert übersteigt meine Rennsteigläufe und selbst der Swiss Alpine kann da nicht mithalten. Dieses hier ist etwas ganz anderes.

54 km mit etwas über 1000 Höhenmetern liegen hinter mir.

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