Home
Blog
Gästebuch
Familie
Freunde
Laufanfänger
Geocaching
 Laufen, mein Hobby
Jahre in Tabellenform
Schönste Läufe
ESV Minden
Alle Streak
Tagebuch 2020
Tagebuch 2019
Tagebuch 2018
Tagebuch 2017
Tagebuch 2016
Tagebuch 2015
Tagebuch 2014
Tagebuch 2013
Tagebuch 2012
Tagebuch 2011
Tagebuch  2010
Tagebuch 2009
Tagebuch 2008
Tagebuch 2007
Dezember 2007
Oktober 2007
September 2007
August 2007
July 2007
Juni 2007
Mai 2007
April 2007
März 2007
Februar 2007
Januar 2007
Tagebuch 2006
Tagebuch  2005
Tagebuch 2004
Laufberichte 2017
Laufberichte 2014
Laufberichte 2013
Laufberichte 2012
Laufberichte 2011
Laufberichte 2010
Laufberichte 2009
Laufberichte 2007
Laufberichte 2006
Laufberichte 2005
Laufberichte 2004
Laufberichte 2003
Laufjahre u. Sonstiges
Multimedia  "Laufen"
Schmunzelseite
Bilder
Privat
Links
Impressum
  
 


                                        
                            


30.09.2007

Nur eine kleine Runde am Kanal mit Bonnie.     
Damit ist der September auch schon wieder vorbei. Nun folgt der goldene Oktober.

29.09.2007

 War das anstrengend.......
Mal wieder etwas längere Strecke gelaufen. 24 km standen am Ende zu Buche. Bei Regen gestartet und er hat uns die ganze Zeit über nicht verlassen.
Im Schaumburger Wald war es schön windgeschützt. Das Laufen über die vielen Kastanien ist stellenweise sehr anstrengend, immer schön aufpassen, das man nicht umknickt. Insgesamt haben wir trotz des miesen Wetter noch elf Pilzsammler getroffen, deren Körbe schön gefüllt waren.
Bei Stromkilometer 116,5 kamen wir dann an den Mittellandkanal. Bei 105,5 wartet unser Auto.
Von jetzt an wird es hart. Durchbeißen ist angesagt. 10 km nur gegen Wind und Regen. Da werden die Kilometer immer länger. Die Brücken kommen überhaupt nicht näher. Die Radiomusik ( ich laufe ohne Kopfhöhrer ) war kaum noch zu vernehmen.
Aber auch Bonnie kämpft sich da tapfer durch. Ziemlich groggy kommen wir nach 2:45 Std. beim Auto an. Kein Fleck ist mehr trocken. Aber schön war trotz aller Quälerei. Ich glaube, es geht aufwärts.


Mit Bonnie heute unbeschwert gelaufen. Rufbereitschaft ist zu ende, Wetter noch ganz schön. 15 km Runde im Wald. Vom Jagdpächter nichts gehört und gesehen.


Kleine Runde mit Bonnie. Rufbereitschaft hat uns aus allen Träumen gerissen. Meine Hilfe wurde gebraucht. Aber Morgen sieht die Welt wieder anders aus.      


Tag 25 der 5. Streak
Wir sind um 18:40 Uhr zu unserer heutigen
Runde aufgebrochen. Das Wetter zeigte sich wieder
von seiner besten Seite.
Tief im Wald trafen wir wieder auf den älteren Herrn
von gestern. Auch er war von den Jagdpächtern
belästigt worden.
Wir unterhielten uns längere Zeit und tauschten unsere
Gedanken aus. Ein angenehmer Gesprächspartner, selber Jäger, aber ohne eigene Jagd.
Als wir weiterliefen war es schon recht dunkel geworden. Aber dann kam der Vollmond raus und eine angenehme Athmosphäre verbreitete sich. Wir liefen am Mittellandkanal zurück. Über den Baumwipfeln zog eine lange rote Wolke daher und in den Wiesen breiteten Nebelschwaden ihre Schleier aus. Ich suchte die passende Musik im Player und der Abend war perfekt.
Nach gut 15 km war dann leider Feierabend. Bereitschaft, da kann ich mich nicht so weit entfernen. Ich hoffe, das das Wetter noch bis Freitag hält, dann mache ich einen langen Nachtlauf.
                                                                                                             


Tag 24 der 5. Streak
11 km durch den Schaumburgerwald. Ziemlich spät
erst losgelaufen und darum auch in die Finsternis eingetaucht.
Dazu kam dann noch einsetzender Dauerregen.
Aber das war ein herrliches Gefühl und wir haben es
richtig genossen.
Einziger Wermutstropfen war dann eine Kohorte Jäger,
die uns stramm stehen lassen wollten. Sie stiegen aus ihren
dicken Geländewagen und wollten uns Angst einflößen.
"Was haben sie hier mitten in der Nacht im Wald zu suchen ?(20:00 Uhr)
Es ist verboten, nachts im Wald zu laufen," wollte er mir weis machen.
Auf meine Antwort, das ich ja nur auf Hauptwege, dieser hier war sogar geteert, laufen würde, ließ er sich garnicht ein.
Er meint, er ist hier der Herr.
Mit solchen Menschen kann man nicht reden, es ist zwecklos.

                    


                  Tag 23 der 5.  Streak   
Mit Bonnie spät noch eine Runde im Schaumburgerwald gelaufen. 6 km und auf dem letzten km noch durchgeregnet.
Wie auf dem Bild steht immer ein älterer Herr irgendwo am Wegesrand, stundenlang, und beobachtet das Geschehen. Oft treffe ich ihn und wir halten einen kleinen Schwatz über dieses und jenes, erfreuen uns an der Natur und schimpfen über die rücksichtslosen Autofahrer.
                                                                                                       


                  Tag 22 der 5.  Streak

  Das kleine Schmerzteufelchen
Mit Bonnie wieder im Schaumburger Wald gelaufen. Wege, die wir schon lange nicht mehr gelaufen haben. Abwechselung macht das Leben lebenswert. Nicht immer in den alten Gleisen fahren.

Es war ein wunderbarer Lauf. Bei km 8 trafen wir auf einen anderen Läufer. Da konnte nichts mehr Bonnie halten. Sie wollte ihn nicht alleine lassen und gab mächtig Gas.

Er schaute sich um und bemerkte, das er nicht fort kam.

Sein Tempo erhöhte sich, aber wir konnten gegenhalten. So schaukelten wir uns ca. 2 km im Tempo immer höher. Hallo, war das eine Freude. Am Ende der Straße bog er dann leider rechts ab in Richtung Cammer, während wir nach links zur Kanalbrücke mussten, denn dort wartet unser Auto.

Ich frage mich nur, wie kann ein Tag so unterschiedlich sein. Als ich heute Morgen aufstand, da taten mir alle Knochen weh. Die Schmerzen waren fast unerträglich. Ich wollte schon die verordneten Schmerzmittel nehmen. Besonders die Schultern, Arme und die Lendenwirbel machten mir das Leben zur Hölle. Wenn ich vom Stuhl aufstand, konnte ich mich kaum gerade aufrichten.

Im laufe des Tages wurde es etwas besser. Als Bonnie und ich dann heute Abend zum Laufen fuhren, da dachte ich, ich schaffe kaum 3 km. Aber nach drei Kilometern waren alle Schmerzen weg. Das kann ich nicht begreifen.

Nun sitze ich hier vor dem PC und fühle nur noch einen leichten Druck zwischen den Schulterblättern

Und Morgen Früh geht alles von vorne los.


Tag 21 der 5. Streak

Mit Bonnie zum Schaumburgerwald gefahren. Ich habe Bereitschaftsdienst. Den ganzen Tag war es ruhig geblieben. Aber jetzt sind wir kaum 2 km gelaufen, da klingelt das Handy und ich bekomme eine Einsatzmeldung. Mist, so herrliches Laufwetter und ich muß zur Arbeit.
Also umgedreht und wieder nach Hause. So ist das Leben.


Tag 20 der 5.Streak

Neue Wege im Schaumburgerwald und neben dem Mittellandanal gelaufen. In der Ferne landete ein Heißluftballon. Dazu ein wunderschöner Herbstabend. Einfach perfekt zum Laufen.
Ca. 8 km waren es am Ende, wobei wir den letzten km noch einmal richtig Power gemacht haben.


Tag 19 der 5. Streak

Auch heute trieb es uns  in den Wald. Das Wetter war  wunderbar.
Bonnie ließ sich erst einmal Zeit um zu grasen und sich in den Schlammlöchern
zu wälzen.
In der Ferne hörten wir das Röhren eines Hirsches. Es ist immer wieder
beeindruckend, wie es durch den Wald hallt.
Und wie es der Zufall will, kreuzt er nach 20 Minuten unseren Weg. Ein
beindruckendes Tier.
Als er verschwunden ist, traben wir weiter zum Schloß Baum. Hinter den
Teichen her laufen wir weiter zur Pyramide und dann in Richtung Parkplatz.
Als wir auf der Betonpiste langtraben, hören wir den Hirsch noch einmal ganz in
unserer Nähe.
Nach 10 km kommen wir wieder beim Auto an. Es war einmalig schön, so
kann es jetzt bleiben.


Tag 18  der 5. Streak

Eigentlich standen 4 km auf dem Laufplan. Aber als Bonnie und ich heute
Abend den Wald betraten, da war es wieder um den Verstand geschehen.
Das wunderschöne Herbstwetter ließ uns alle Vorsätze vergessen. Die
9 km Runde um Schloß Baum sollte es werden, aber als wir an die
Kreuzung kamen, wo man auf 10 km ausdehnen kann, da zog Bonnie
wie selbstverständlich auf die 10 km Runde. Dann gab sie richtig Gas und
der letzte km wurde noch ein ordentlicher Tempolauf.                                    


Tag 17  der 5. Streak

Ein herrlicher Tag, um mal wieder eine längere Strecke zu laufen.
Ich habe noch bis Donnerstag Urlaub, also raus.
Bei km 106 starten wir am Mittellandkanal. Der Wind ist ziemlich stark.
Das kann die jugendlichen Ruderer nicht hindern, ihren Sport auszuüben.          
                                                                                                            
Wir freuen uns mit
den jungen Sportlern,
die man lauthals
lamentieren hört,
wie man das Boot
einsetzt.
Dann führt uns
der Weg
weiter. Fast schnurgerade
verläuft der Leinpfad hier am Mittellandkanal entlang.
Ungewöhnlich wenige Frachtschiffe habe ich gezählt. Vier Stück bisher erst.

           
                                                                                                            
Hier bei km 116 müssen wir den Kanal queren.
Oben auf der Brücke treffen wir auf einen Läufer, der auch unsere Richtung läuft. 
Während ich die kleinen Steinchen aus den Schuhen entferne, zieht er an mir vorbei. Bonnie wird schon unruhig, sie mag nicht, wenn jemand vor uns her läuft.
Ich beeile mich auch und dann nehmen wir die Verfolgungsjagd auf. Bonnie ist nicht zu bremsen, zieht das Tempo an und ich folge ihr. Neben dem Mittellandkanal führt der Weg nun durch den Schaumburgerwald. Das besondere hier, das zwei breite Wege paralel, nur durch einen ca 10 Meter breiten Grünstreifen getrennt, durch den Wald führt. 
Nach 1 km sind wir mit dem anderen Läufer auf gleicher Höhe. Die Jagd geht weiter. Als die Wege dann aufeinander treffen, sind wir mit deutlichen Vorsprung die ersten.                                                                                                   
Hier ist ein großer Kreuzungspunkt. Es läuft so schön und ich beschließ spontan, einen unbekannten Weg zu laufen. Verlaufen können wir uns nicht, denn das große Umfeld ist mir bekannt.
Wir laufen wieder ruhiger und nach einiger Zeit sehe ich diesen Gedenkstein.
Der gute Mann ist ja nicht alt geworden. Da hab ich bisher mit meinen 53 Jahren doch mehr Glück gehabt. Wenn ich auch zur Zeit keine Tempoläufe machen kann, so darf ich mich aber an den langen Genußläufen erfreuen.
Auf dem nicht enden wollenden Schotterweg laufen wir weiter. Plötzlich stehen wir vor einem Haus, wahrscheinlich ein Forsthaus. Der Weg endet hier. Nur rechts neben der Garage führt ein kleiner Pfad weiter. Den nehmen wir unter die Füße. Der Weg geht in einen Trail über und mein Herz schlägt vor Freude einen Takt höher. Lange kämpfen wir uns durch den zugewachsenen Trail, bis wir dann wieder unvermittelt vor einem Gehöft stehen. Hier können wir nun wählen, Wald oder Straße. Ich nehme Straße, um einen Überblick zu bekommen, wo wir sind. Das ist gut, denn nun stoßen wir auf Wegmarkierungen des "Großen Weserbogen", dem wir nun folgen.
Alles Klar, wir laufen von hinten auf Quetzen zu.                                                                                     
Bevor wir diese neue, noch nicht frei gegebene Straße erreichen, treffen wir auf einen älterren Herren mit Elektrofahrrad.Wir kommen ins Gespräch und er erzählt uns von dieser neuen Straße. Vor 43 Jahren hat man mit den Planungen begonnen und nun ist sie bis auf ein kleines Teilstück fertig. Gegen die Restmeter gibt es noch Klagen und Prozesse. Wie üblich in unserem Land.
Egal, wir freuen uns, mal so unbeschwert auf einer neuen Straße laufen zu könnnen.
Vorbei an Weiden, die mit Bullen besetzt sind und die uns mir ihren tiefen Muhen begrüßen, genießen wir den heftigen Wind und die gelegentlichen Schauer. Nichts kann die Freude trüben.                
                                                                                                                
Die neue  Straße ist zu ende und ich orientiere mich noch einmal. Über Feldwege nähern wir uns wieder dem Wald und entdecken dies Schutzhütte.
Es dauert nicht mehr lange und wir verschwinden wieder im Wald. Ein Trail empfängt uns. Doch welch ein Jammer, zehn Meter tief im Wald ist alles mit Müll verseucht. Berge an Papier und Plastik verschandeln den Anblick.
Traurig, traurig, das soetwas noch praktiziert wird. Aber wir können es nicht ändern und laufen weiter. Ein ansonsten herrlicher Trail, von Wildschweinen zerwühlt, baut uns mächtig auf. Jeder Tritt muß sitzen, sonst stecken wir im Matsch und ziehen die Schuhe aus.
Irgendwann kommen wir dann durch das Gebüsch hindurch auf die Hauptstraße, fast genau vor Schloß Baum. Von hier aus kennen wir jeden Meter ganz genau, waren wir doch zuletzt gestern Abend hier.
Jetzt nur noch knapp 8 km und wir sind wieder an unserem Auto. Ein wunderschöner Lauf liegt hinter uns. Ohne große Einbrüche haben wir 34 km zurück gelegt. Das ist ein Grund zur Freude und gibt Mut für die Zukunft.


Tag 16  der 5. Streak

Erst um 19:00 Uhr mit Bonnie zum Schaumburgerwald gefahren. Ich wollte eigentlich nur eine 3-5 km Runde laufen. Aber dann lief es so schön, das Wetter zeigte sich von der schönsten Seite und da konnten wir uns nicht bremsen. Hinter Schloß Baum her und auf der anderen Seite zurück. Rasch hatte uns die Dunkelheit eingeholt und erinnerte uns daran, das die Abende nun immer wieder länger werden. Aber das ist auch gut so, denn ich liebe diese Jahreszeit, mehr als den Sommer.

Das Röhren der Hirsche ist verklungen, die Jäger liegen immer noch auf der Pirsch.

Nach 9 km kamen wir in tiefster Finsternis am Auto an, dankbar, wieder so einen schönen Lauf gehabt zu haben.


Tag 15  der 5. Streak

Nur eine kleine Runde mit Bonnie.


Tag 14 der 5. Streak

Heute bin ich vorsichtshalber nur eine kleine 3 km Runde in Begleitung von Bonnie und den Enkelkindern ( die mit Rad ) gelaufen.


Tag 13 der 5. Streak

Gegen 23:00  Uhr sind Bonnie und ich zum Nachtlauf gestartet. Mal wieder an alte Zeiten anknüpfen. Nach drei km merkte ich mein linkes Bein. Ein Stechen im Berreich der Thrombosestelle ließ mich aufmerksam werden. Mal war es mehr, mal weniger. Bei km 5 beschloß ich umzukehren. Kein Risiko eingehen. Langsam und gemütlich sind wir zurück gewandert. Schade, ich war so hoffnungsvoll gestartet. Aber alles brauch wohl seine Zeit.


Tag 12 der 5. Streak

Die Enkelkinder haben mich heute mit dem Fahrrad auf der 4 km Runde begleitet. Insgesamt waren wir wohl 6 km unterwegs, viere davon am Stück. Dabei legten sie ein Höllentempo vor, so das Bonnie und ich mächtig zu tuen hatten, um nicht den Anschluß zu verpassen. Aber dann waren ihre Kräfte erlahmt und es ging gemütlicher zu.



Malte mit seinem kleinen Fahrrad.


Phil ist doch schon groß dagegen.


Tag 11 der 5. Streak

Heute vor 32 Jahren habe ich meine Ulrike geheiratet und Sie stärkt mir seit dem den Rücken. Dafür bin ich Ihr sehr dankbar. Trotzdem heute dieser besondere Tag ist, hat Sie mich auf die Strecke gelassen. So sind Bonnie und ich dann heute Nachmittag noch 10 km durch den Wald gelaufen. Es war ein wunderschöner Lauf, es hat nicht einmal geregnet. Dazu sind wir auch noch 3 km auf den schönsten Trail hier im Wald gelaufen. Zwei mal hat es mir die Schuhe ausgezogen, so matschig war der Weg.



Tag 10 der 5. Streak

Den ganzen Tag über quälten mich die unterschiedlichsten Schmerzen, besonders stark in den Ellenbogen. Ich warte sehnsüchtig auf den 08.10.2007, den Tag der Untersuchung beim Spezialisten.

Trotzdem konnte ich nicht widerstehen und bin mit Bonnie in den Abenstunden die 9 km Runde im Schaumburgerwald gelaufen. Die Erlebnisse mit dem Hirsch von gestern ließ mir keine Ruhe.

Wir waren kaum im Wald, als wir die mächtige Stimme des Hirsches hörten. Sie klang aus weiter Ferne, von dort, wo der Hirsch gestern Abend hingezogen ist. Ein Zeichen das wir zu spät waren.

Selten zuvor habe ich um diese Zeit, 19:00 Uhr, soviele Menschen im Wald gesehen. Alles Fachleute, die wissen, worum es geht. Verhüllt in grünen Regenjacken, Schlapphüte auf dem Kopf, standen sie vielfach versteckt hinter Bäumen und Sträuchern. Alle auf den Anblick der Hirsche erpicht. Selbst der strömende Regen konnte sie nicht davon abhalten.

Es war einfach nur schön. Nun bin ich gespannt, wie es morgen weitergeht.

Einen tollen Link habe ich im Netz gefunden. Eine Webcam in einem riesigen Hirschgehege. Dazu viel wissenwertes über Hirsche, Wildschweine und dergleichen. Auch besonders für Kinder geeignet.

Ein Stöbern auf der Seite lohnt sich wirklich.


Tag 9 der 5. Streak

Tagsüber taten mir die Gräten weh. Man ist nichts gutes mehr gewohnt. Darum sind wir heute Abend auch nur 6 km gelaufen. Nach dem ersten km waren die Schmerzen weg. Ich müßte wohl den ganzen Tag durchlaufen :-)

Tief im Wald hörten wir das mächtige Röhren  eines Hirsches. Das war schon eine besondere Melodie. Als wir dann vom Betonweg abbogen da stand er dann 50 m vor uns. Ein mächtiges Tier, anscheinend ein Platzhirsch, der sein Revier verteidigt. Denn Mitte September beginnt die Brunft. Selbst Bonnie blieb wie angewurzelt stehen und wir hielten ehrfurchtsvoll Ruhe und Abstand. Nach kurzer Zeit bemerkte er uns und verzog sich in das Unterholz. Sein Röhren   begleitete uns aber noch lange.

Aber die Beine machen mir noch Sorgen.


Gut ein Jahr lang quäle ich mich damit schon rum. Die Beine wollen nicht heilen. Immer wieder bluten diese Stellen und sind natürlich auch Eingang für Bakterien und ähnliche Mistviehcher, die einem das Leben schwer machen und das Imunsystem schwächen.


Heute sind Bonnie und ich zum Friedhof in Hörkamp-Langenbruch gefahren. Dort haben wir die 22 km Runde unter die Füße genommen. Die Endzeit war egal. Es war einfach nur schön, mal wieder so lange im Berg unterwegs zu sein. Viele nette Menschen haben wir getroffen und auch mal kurz geplaudert. Ich war lange nicht mehr hier oben. Die Spuren von Kyrill sind hier unübersehbar. Überall gibt es große neue Lichtungen.




Auf dem Bild Onkel Fritz auf Ulrikes Geburtstag am 20.04.2001

Der Doc hat mich zum 3.9.2007 wieder auf die Menschheit losgelassen. Arbeiten darf ich wieder, aber nicht laufen.

Was soll ich davon halten? Ich weiß es nicht. Das ganze Wochenende habe ich gegrübelt. Wer arbeiten kann, der kann auch laufen.

Also bin ich am 2.9.2007 wieder mit dem Laufen angefangen. Ich brauche einfach die Natur, den Auslauf mit Bonnie, die Belastung von Herz und Kreislauf. Die letzten Wochen haben mich an den Rand der Verzweiflung getrieben. Der lebensnotwendige Sauerstoff fehlt mir. Ich werde irre. Mein letzter Onkel, Fritz Piepenbrink, liegt im Sterben. Er ist der Bruder meiner Mutter, Sohn von meinem unvergesslichen Opa Christian.


Opa Christian verkörpert all das in mir, was ich versuche, für meine Enkelkinder zu sein. Er ist mein unvergessliches Vorbild, ein Mensch, wie ich nie wieder einen erlebt habe. Mein Opa, mein Ein und Alles. Mit ihm durfte ich auf das Gerüst am Haus klettern, er zeigte mir, was arbeiten heißt. Wie oft musste ich seine Zigarre, die er bei der Arbeit verlor, im Gras suchen, am Gerüst hochklettern, sie ihm geben, und voller Stolz wieder nach unten klettern.

Ungezählte Zigarren musste ich in Knapps Laden für ihn kaufen. Handelsgold, für 25 Pfennige. Er war für mich der Größte und ist es noch heute, obwohl er schon 41 Jahre tot ist.

 Am 3. März 1966 verstarb er, nach kurzer schwerer Krankheit. Er starb an den Folgen einer Thrombose und offenen Beinen, Stellen, die einfach nicht verheilen wollten.


Mein Opa Christian in der Mitte. Nach ihm habe ich meinen ersten Sohn benannt. Mein ein und alles.Links von ihm seine Frau, rechts Oma Lohstroh.




In der Schule erreichte mich die Meldung von seinem Tod. Das Schlimmste, was mir in meinem Leben passiert ist, war diese Nachricht. Der Moment ist unvergesslich.

Onkel Fritz, Opas Sohn, brachte mir diese Nachricht. Eine Welt brach zusammen.

Und nun, am 3.9.2007, gegen 11:00 Uhr ruft mein Cousin Gebhard an. Sein Vater, Onkel Fritz, ist nach langer, schwerer Krankheit, plötzlich und unerwartet verstorben. Seit zig Jahren hat auch er mit offenen Beinen und Thrombose zu kämpfen.

Sein letzter Kampf in einer Spezialklinik in Detmold, endete auch für Ihn mit dem Tod. Genau wie sein Vater, mein Opa Christian. Fritz war mein Patenonkel, ein Handballer, also Sportler, durch und durch. Führte ein soliden Lebenswandel, aber hatte immer Probleme mit den Beinen.

Das alles gibt mir zu denken. Soll ich da jetzt dran verzweifeln. Meine Beine sind seit über drei Jahren nicht verheilt. Immer wieder werden die drei Stellen mal größer, (wie ein 5 Mark Stück) mal kleiner (wie ein 1 € Stück), aber zu gehen sie nicht.

Ich glaube, ich sollte so lange laufen, wie es möglich ist. Bewegung ist für mich immer noch die beste Medizin.

Das ist für mich der Grund, einfach wieder zu laufen. Die letzten Heparin Spritzen sind aufgebraucht. Wer arbeiten darf, der kann auch laufen.

 

So begann ich am 02.09.2007 wieder täglich zu laufen. Ja, mit allen Konsequenzen. Ich will wieder täglich laufen. Der Weg ist schwer, aber ich schaffe das.

 

08.09.2007

Marina, unsere Tochter, hat heute 28. Geburtstag. Gleichzeitig findet heute der 24 Std. Lauf in Bernau statt. Dort wollte ich auch starten. Aber unter den Vorraussetzungen kann es nur scheitern. Also bleibe ich zu Hause. Laufe mit Bonnie.

Neun Kilometer im Regen. Der Regen hat uns nie gestört. Wir haben die Zeit genossen. Ich ließ die letzten Jahre Revue passieren. Vieles hat sich geändert. Eltern und Geschwister, Onkel und Tanten sind verstorben. Wir sind die nächste Generation. Sollen wir uns unterbuttern lassen. Nein, wir kämpfen weiter. Am 12. September haben wir 32. Hochzeitstag. Das ist ein Grund zu feiern. Lassen wir die schweren Gedanken.

 

07.09.2007

Wir haben Onkel Fritz zu Grabe getragen. Der Spruch auf seiner Sterbeanzeige hat mich tief beeindruckt.

 

Als Gott sah,

das die Straße zu lang,

der Hügel zu steil,

das Atmen zu schwer wurde,

legte er seinen Arm um ihn

und sagte:

„Der Friede sei dein“

 

Um 16:00 Uhr besuchten Bonnie und ich noch einmal seine Grabstätte. Dann liefen wir ein kleine 2 km Runde.

 

06.09.2007

Ein wunderschöner Lauf liegt hinter mir. Mein Enkelkind Malte hat mich mit seinem Fahrrad begleitet. Der schönste Lauf in diesem Jahr. Wir waren unterwegs zur Pyramide. Ich erzählte Ihm die Sagen und Geschichten, die um diese Grabstelle rankten. Voller Begeisterung saugte er die Informationen auf. Neun Kilometer mit den kurzen Beinen auf einem Kinderfahrrad sind eine stolze Leistung. Kein Murren und Meckern. Die Natur bietet so viel Abwechselung. Seien es nur die Käfer, die den Weg kreuzen, die Schnecken und Vögel. Malte sieht alles und freut sich genau so wie ich. Ein Glücksgefühl kommt in mir auf. Auf die Enkelkinder bin ich stolz.

 

 

 

05.09.2007

Früh morgens eine 3 km Dorfrunde und abends mit Bonnie eine 10 km Runde im Wald. Ich lebe wieder. Akribisch beobachte ich jede Veränderung im Körper, jedes Zipperlein wird erkannt. Die Beschwerden in den Beinen deute ich als Bewegungsmangel. Nach kurzer Zeit verschwinden sie, recht gehabt. Es ist einfach schön. Ich lebe wieder. Von dem Weg laß ich mich nicht mehr abbringen.

 

04.09.2007

Wieder eine wunderschöne Dorfrunde um 04:45 Uhr.

 

03.09.2007

Eine 5 km Dorfrunde. Start 5:00 Uhr. Wie schön kann laufen sein.

 

02.09.2007

Eine kleine Dorfrunde, morgens um 04:30 Uhr. Ein lange vermisstes Gefühl.


Da ich in den vergangenen Wochen nicht laufen, dafür aber viel spazieren gehen durfte, bin ich oft mit den Enkelkindern unterwegs gewesen.
Dabei habe ich ihnen etwas von der Natur gezeigt und ihre Fantasien mit Elfen und Feen Geschichten angeregt.
Nun wollen sie jeden Tag mit mir in den Elfen und Feenwald.
In der  Multimedia Show 3  habe ich einige Vidios abgelegt, die ich mit dem Handy aufgenommen habe, als wir unterwegs waren.

                                                                                                     Zum August 2007