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Zum Robert Richards Marathon an den Hamburger Teichwiesen hatte ich mich schon vor längerer Zeit bei Christian angemeldet. Auch um endlich mal Mathias, einer unserer Forums Admins  kennen zu lernen, der dort das Wochenende im „Trainingslager“ weilt und um einige alte Bekannte wieder zu treffen.

Die Anreise verlief problemlos und mein Navi geleitete mich perfekt ans Ziel. Um 08:00 Uhr war ich vor Ort.

Ich war erstaunt, wie viel Schnee hier noch lag und machte mich auf den Weg, die Teichwiesenrunde einmal zu begutachten. In normalen Straßenschuhen. Nach zweihundert Metern drehte ich wieder um. Es war einfach zu glatt für normale Schuhe. Also zurück zum Auto. Ich zog mich um und es dauerte nicht lange, bis die ersten Teilnehmer eintrafen.  Mathias kam dann auch bald und wir begrüßten uns herzlich. Ein wirklich netter Kumpel mit dem man Pferde stehlen kann. Wir inspizierten erst einmal alle unsere Spikes und Schneeketten und fachsimpelten  darüber, bis Christian auftauchte und den Verpflegungstisch aufbaute. Verhungern und verdursten brauch hier keiner. Ich bewundere Christian immer wieder, wie er alle Einzelheiten der vielen Läufe im Kopf behält und wie er davon berichten kann.

Mit kleiner Verspätung begaben wir uns dann auf die Strecke. Ich lief zusammen mit Mathias los. Wir beide fanden gut ins Gespräch und genau so gut in den Lauf. Lediglich mein nicht auskurierter Schnupfen machte mir Sorgen. Die Nase lief wie verrückt und wenn ich ins Taschentuch schnupfte dann hatte ich das Gefühl, mir platzt das Trommelfell.  Aber egal, hier geht es in erster Linie darum, Spaß zu haben. Und den hatten Mathias und ich als wir uns über Gott und die Welt unterhielten.

Mit den Spikes unter den Füßen ließ es sich ganz gut laufen. Man brauchte nicht auf jeden Fußtritt Acht geben.

Mathias freute sich, als wir zum ersten Mal an die Verpflegungsstation kamen. Bis hier waren wir in eins durchgelaufen. Gestern hatte er wohl einen nicht so guten Tag erwischt und heute lief es dafür umso besser.

So begann die zweite Runde.  Auch sie war gefühlt schnell vorbei. Wenn man gute Unterhaltung hat fliegt die Zeit nur so dahin.  Beim zweiten Boxenstop gab es lecker Tee und dann ging es auf die dritte Runde. Meine Erkältung kam jetzt richtig in die Gänge. Aber ich wollte es nicht wahrhaben und trabte mit Mathias auch diese dritte Runde zusammen. Mathias wollte nun eine Runde walken um Kraft für morgen zu sparen. Denn dann will er es noch einmal „krachen“ lassen. Im Vergleich zu gestern hat er heute schon einen Quantensprung in läuferischen Sinn geschafft. Darüber freuten wir beide uns riesig.

So trennten sich unsere Wege erst einmal. Ich lief alleine weiter. Das war nicht mein Tag heute. Läuferisch. Der mit tausenden Füßen aufgewühlte Schneematsch, heute zu einer festgefrorenen Eisschicht erstarrt, kostete mich viel Kraft. Und ich fühlte die Kraft deutlich schwinden.

Nach zwei weiteren Runden traf ich wieder auf Mathias. Der führende Läufer hatte mich mittlerweile schon dreimal überrundet.

Mathias verabschiedete sich dann von mir, da er es für heute genug sein lassen wollte und sich noch mit seiner Lauffreundin in der Stadt treffen wollte. Wir vereinbarten in Kontakt zu bleiben und uns hier öfter in der netten Atmosphäre zum Laufen zu treffen.

Alleine zockelte ich weiter. Es war aber kein befriedigendes Laufen mehr, eher ein Kriechen. Die Diät fordert wohl auch ihr Tribut. Ich vermute, darin liegt die Ursache des Kräftemangels. Ich habe in diesem Jahr bis heute Morgen 14,2 Kg an Gewicht verloren. Das zieht wohl auch nicht in den hohlen Baum und macht sich nun richtig zu bemerken. Nach der achten Runde überholen mich Ramona und Christian am Verpflegungsstand. Ich will mich schon bei Christian abmelden aber er motiviert mich, noch einmal loszulaufen. Aber auch diese neunte Runde bringt keine Änderung mehr. Mir fehlt die Kraft und auch der Kopf hat keinen Bock mehr. So beende ich den Lauf nach 23,92 km.  Es ist heute nicht mein Tag und ich kann es nicht ändern. Es kommen noch viele neue Lauftage und hier fahre ich bestimmt noch öfter hin.

Glückwunsch an all die anderen Läufer, es war schön Euch kennen gelernt zu haben.

Wir treffen uns bestimmt bald wieder hier, bei Christian.