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Über Nacht ist es doch ziemlich kalt geworden. Das musste ich heute auf meiner herrlichen Trail Strecke besonders an den Fingern erfahren. Ein kalter Wind blies mir entgegen und ich musste mich schon anstrengen und etwas schneller laufen, damit ich nicht auskühlte. Aber das gelang mir recht gut und bereitete mir auch viel Freude.

Start war an den Fischteichen und der Weg führte mich hinter dem Nammer Forsthaus entlang. Im knöcheltiefen Buchenlaub bekam ich schnell nasse Füße. Aber auch das störte mich wenig. In einem Ohr den Kopfhörer des Handys mit der schönen Musik meines Heimatsenders. So macht es mir heute richtig Freude durch den Berg zu traben.

Der erste lange Anstieg hinter dem Forsthaus bringt mich schon gut auf Temperatur. Bergab laufe ich etwas vorsichtiger, denn auf dem nassen Laub rutscht man doch leicht aus.

Noch weiß ich nicht, wo ich eigentlich langlaufen will, lasse mich nur so treiben. Dann erinnere ich mich an das alte eingefallene Haus. Mal sehen, wie es da aussieht, was davon übrig geblieben ist. Auf schmalen Trail und durch fiese Himbeerranken etwas ausgebremst, erreiche ich den Platz. Nur ein Trümmerhaufen, der langsam zuwächst. Mehr ist nicht zu sehen.

Ich kämpfe mich zurück durch die Ranken und beschließe, nun auf der alten Volkslaufstrecke von Kleinenbremen weiter bis zur Crosslaufstrecke zu laufen. Das sind erst mal gut zwei Kilometer Straßenlauf, gegen den kalten Wind aber mit langen Anstiegen. Wunderschöne Ausblicke in die Norddeutsche Tiefebene lassen das Läuferherz höher schlagen.

Ein umgestürzter Baum will mir den Zugang zur ehemaligen Kreiscrosslaufstrecke verwehren. Aber ich finde schon eine Möglichkeit, auch durch das dicke Gestrüpp hindurch zu kommen. Bevor ich auf die Strecke gelange muß ich noch einige Schlenker einlegen, aber dann ist es geschafft. Hier bin ich früher so oft gelaufen. Verändert hat sich nicht viel. Ich genieße diesen Weg. Hier im Berg wird noch gesprengt und darum sollte man schon aufpassen, ob das Signalhorn ertönt. Augen und Ohren auf, heißt die Devise.

Da kommt mir der Gedanke an die „Rote Klippe“. Da bin ich auch schon lange nicht mehr hochgekraxelt.  Also hin. Als ich vor dem Anstieg stehe, zögere ich nicht lange. Von Weg ist nichts mehr zu erkennen. Eine dicke Laubschicht hat alles zugedeckt. Aber ich mache es, ich begebe mich auf den steilen Anstieg. Ein mühseliger Weg, über Stock und Stein, unter umgestürzte Bäume her. Immer aufwärts. Ich erreiche das dicke Stahlseil, das mir sagen will, dass es hier senkrecht abwärts geht. Ich halte immer ein-zwei Meter Abstand dazu. Je höher ich komme umso schmaler wird der Grat, auf dem ich laufe. Links die Steinbruchkante, rechts fällt der Berg ziemlich steil ab. Wenn man da strauchelt, gibt es keinen Halt mehr. Und ich laufe auf Geröll entlang, jeder Schritt ist ein Schritt ins Ungewisse. Was liegt unter dem Laub, was macht das Geröll darunter. Aber es geht gut.


Am höchsten Punkt finde ich diese kleine Nische, durch die ich weit ins Land hinein schauen kann. Der Ausblick ist mir alle Mühe wert gewesen. Ich verweile einen Moment und Genieße diese himmlische Ruhe und das herrliche Wetter. So kann ich mir den Ruhestand nächstes Jahr gut vorstellen. Hoffentlich bleibt man gesund.

Dann beginnt der schwierige Abstieg runter zum Besucher Bergwerk. Der ehemalige Weg ist nicht wiederzuerkennen. Überall umgestürzte Bäume und hohes Gestrüpp. Ein traumhafter Trail zurück in die Wirklichkeit.

Zurück führt der Weg wieder am Einstieg zur Roten Klippe vorbei, weiter zum Portaweg. Am Ende des langen Anstiegs packt es mich wieder. Dieses Gefühl, da war doch was. Klar, hier führte früher ein Trail hoch zum Steinbruch. Dort bin öfter mal hoch gelaufen. Von Trail ist nichts mehr zu erkennen. Aber ich mache es trotzdem, biege vom Hauptweg ab und laufe querfeldein in den Berg. Ich bin auf der richtigen Fährte, ich spüre es. Tatsächlich erkenne ich nach gut 100 Metern einen kleinen Pfad, der genau dorthin führt, wo ich vermutet habe. Ein langer Anstieg bringt mich dann an den neu angelegten Rastplatz und ich werde wieder mit einer tollen Aussicht ins Tal belohnt. Der mühevolle Anstieg hat sich bezahlt gemacht.

Auf dem Sigwards Pilgerweg laufe ich einen wunderschönen Trail zurück bis wieder auf den Portaweg. Bei der Waldschule, dem Kreuzplatz, bin ich wieder auf dem normalen Laufweg. Ich fühle mich top. So macht es richtig Spaß. Vorbei an Korfs Quelle, unter der Hochspannungsleitung entlang erreiche ich den „Pilz“, wieder ein Kreuzpunkt. Rechts rum wäre ich gleich wieder am Auto. Aber das will ich nicht. Ich laufe noch einmal um das Nammer Lager herum. Das sind noch einmal gut vier Kilometer, auf denen ich mal schauen kann, was der große Harveste hier an Holz geschlagen hat.

Die letzten drei Kilometer komme ich noch auf einen Schnitt unter sechs Minuten. Das ist ein gutes Zeichen und gibt Mut für neue Erlebnisläufe.