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Der zweite Lauf der Winterlaufserie in Hörkamp-Langenbruch findet heute statt. Kurz nach sieben bin ich zu Hause losgefahren um früh genug dabei zu sein. Unterwegs machte ich noch dieses schöne Bild der Bergkette, genau da, wo ich gleich laufen werde. Nächstes Mal fahre ich noch eine Stunde eher, dann erlebt man diese Farbenpracht im Herbstlaub.




Kurz vor acht hab ich mich schon angemeldet und dann ging es auch gleich auf die Strecke. Ganz gemütlich schaukelte ich den Kreislauf hoch. Keine Tempohatz, einfach genießen war angesagt. Ich hatte wohl die ideale Laufsportbekleidung gefunden. Von den 5°C und leichten Gegenwind spürte ich nichts. Es war einfach nur angenehm. Mein Heimatsender begleitete mich mit guter Musik, wie immer nur im linken Ohr. Das rechte bleibt frei, um die Umwelt zu hören und nahende Gefahren wie Radfahrer und Autos früh genug zu bemerken.

Die paar Wanderer die ich jetzt schon traf, grüßten alle freundlich und ließen es nicht an motivierenden Zurufen fehlen. Ein wirklich schöner Tag nahm seinen Lauf.

Ein Krachen im Unterholz riss mich plötzlich aus der Glückseligkeit. Ehe ich mich versah stürmte zehn Meter  vor mir eine Mufflon Herde über den Weg. Wunderschöne Tiere mit dicken, wuscheligen Winterpelz, der gegen die Morgensonne in tollen Farben leuchtete. Die fünf oder sechs Tiere schienen zu schweben, drehten ihre Köpfe mit den wunderschön geschwungenen Hörnern zu mir, als ob sie mich begrüßen wollten. Und blitzschnell waren alle wieder im Wald verschwunden. Einen kleinen Moment hielt die Zeit an, wie in Zeitlupe spielte es sich vor meinen Augen ab. Eindrücke, die haften bleiben. Die das Laufen mit so viel Freude anreichern.

Die unendlich langen Anstiege lief ich ganz entspannt und gleichmäßig. Hin und wieder überholten mich die „schnellen Hirsche“, die nach mir gestartet sind. Aber das stört mich nicht. Ich genieße diesen Lauf.






Dann komme ich zur Zusatzschleife, die wieder am Dinosaurier Park vorbeiführt, mache schnell noch ein paar Fotos und hänge mich dann an einen Läufer, der schon hundert Meter weiter ist. So komme ich doch ein wenig aus dem Schlappschritt heraus. Aber irgendwann biegt er ab und ich bin wieder auf mich allein gestellt.



Gerade als ich so gedankenversunken den nächsten Kilometer getrabt bin, überholt mich eine Frau. Ich hatte sie überhaupt nicht bemerkt und das traf den alten Platzhirsch dann doch irgendwie an einem empfindlichen Punkt. Ehe ich es so richtig begriff, war sie schon fünfzig Meter weiter.

Tief durchgeatmet und dann nehme ich das Verfolgungsrennen auf. Gerade hier, an der unendlichen langen Steigung, meiner Lieblingsstrecke, beginnt die Hatz.  Langsam aber stetig hole ich auf. Wir sind jetzt bei km 17. Den letzten Kilometer haben wir in 5:33 Min gelaufen (Letztes Mal in 6:22Min.)

Aber Sie merkt wohl, dass ich näher komme und legt auch noch ein paar Körner nach. Den 18. Km laufen wir in 5:32 Min. (Letztes Mal in 6:16 Min.) Ich merke, dass es noch super läuft, etwas geht noch.  Das wird der beste Kilometer seit langer Zeit. Diesen 19. Kilometer schaffe ich in 4:57 Minuten. Damit komme ich der Frau immer näher. Plötzlich bleibt Sie stehen, dreht sich um und läuft wieder zurück. Das ist aber nun wirklich schade, den letzten Kilometer bis in Ziel wäre ich gerne noch mit Ihr gelaufen.

So nehme ich auch wieder etwas Tempo raus und brauche für den letzten Kilometer noch 6:01 Minuten. Am Ende bin ich fünfzehn Minuten schneller im Ziel als noch beim ersten Lauf. Das freut mich riesig. Zur Belohnung gab es dann nach dem Duschen das erste Stück Schwarzwälder Kirschtorte seit fünf Monaten.