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Mit Sigrid Eichner und Hans-Joachim Meyer haben sich zwei Teilnehmer angemeldet, die zusammen weit über 3000!!! Marathon und Ultraläufe in den Beinen haben. Die insgesamt 21 gemeldeten Läufer/innen bringen eine Marathonerfahrung auf zusammen über 5000, wenn nicht sogar 6000 Rennen mit.

Das ist schon eine Klasse für sich. Und alles wirklich nette Menschen, die sich hier treffen. Um so größer ist die Freude, das ich da auch mitlaufen darf. Auch den Carsten, ein liebgewonnener Freund aus unserer Laufgruppe „Die Wesergebirgsläufer“ , konnte ich davon überzeugen, hier und heute mitzulaufen.

Nach einer kleinen Ansprache von Jobst starteten wir zum 33. Idaturmmarathon. Carsten hatte sehr viel Respekt vor dieser Strecke, die mit 818 Höhenmetern auch nicht als leicht zu bezeichnen ist. Darum ließen wie es auch ganz ruhig angehen. Sigrid und auch HaJo waren auf den ersten Runden  abwechselnd unsere Begleiter. Die Gespräche mit HaJo ließen alles andere vergessen. Gebannt lauschten wir seinen Erzählungen zum Zuse Computer, an dem er lange mitgearbeitet hat. Das war schon sehr interessant.

So liefen wir schon die dritte Runde, als sich Sigrid immer mehr von uns entfernte. Ich sprintete noch einmal vorweg um ein Foto zu machen, und dann entschwand die Grande Dame des Marathons. Auf der Strecke sahen wir Sie nicht wieder. Auf den stellenweise recht glatten Wegstücken nahm Sie uns Meter um Meter ab. Eine Glanzleistung mit über 70 Jahren noch so zu laufen. Da kann man nur den Hut vor ziehen.



Aber nun begann unser Rennen. HaJo verabschiedete sich nach hinten, denn Carsten zog das Tempo auf ca. 7:30 min an, er merkte, durch das langsame einlaufen hatten sich doch einige Körner mehr gespeichert, als erwartet. Er rechnete mit einer Zielzeit von 7 Std. Aber schon in dieser Runde war mir klar, das er es deutlich darunter schaffen würde. Die super Verpflegung, die keine Wünsche offen ließ, das gleichmäßige Tempo, mit dem wir liefen, da passte einfach alles zusammen.

Bereits in der zweiten Runde überrundete uns Jobst. Eine Augenweide, wie leichtfüßig er den Anstieg zum Idaturm hoch lief. Dabei fand er auch noch nette Worte für uns lahme Socken.

Runde um Runde hakten wir ab. Bei Runde sechs war ich mir sicher, das wir deutlich unter 6:30 Std. bleiben werden. Carsten steigerte sich immer mehr. Es war für ihn eine ganz neue Erfahrung, nach mehr als dreißig Kilometern noch so fit zu sein. Und das beflügelte ihn immer mehr. Von Hammermann war ihm nichts anzumerken. Am Verpflegungsstand angekommen, noch einmal den köstlichen Tee rein geschlürft, ein paar Salzstangen geknabbert und weg war er, der Carsten. Mit zügigen Wanderschritt nahm er den Anstieg zum Idaturm unter die Füße. Er hat wohl Lunte gerochen, das er es unter sechs Stunden schaffen kann. War garnicht so leicht, ihn wieder einzuholen. Als wir den Idaturm erreichen, wird auch ihm wohl klar, das er es packen kann.Eine Stunde schneller, als geplant. Das ist schon toll, wie er das bis hier gemeistert hat. Aber das Rennen ist noch nicht zu Ende. Auf dem langen Abstieg lassen wie es richtig rollen. Ich bremse nicht mehr, lasse ihn laufen. Die letzten zwei Kilometer liegen vor uns. Knapp zwanzig Minuten noch um unter sechs Stunden zu bleiben. Eine kurze Gehpause für Carsten. Ich gönne sie ihm nicht, feuere ihn an. Der Satz „Wir bleiben unter sechs Stunden, wenn Du noch mal anziehst“, verfehlt nicht seine Wirkung. Den 42. Kilometer läuft er noch in etwas über sechs Minuten, das Grinsen im Gesicht wird immer breiter. Und dann ist es geschafft. Abschlag an der Verandamauer vor Jobst seiner Haustür. Nach 5:57 Stunden haben wir es geschafft. Carsten war nur knapp vier Minuten langsamer als beim Gevatterseemarathon. Aber das allerschönste, er kam hier und heute freudestrahlend und  lächelnd is Ziel gelaufen. Ohne Einbruch, einfach durchgelaufen. Was für ein Quantensprung.

Glückwunsch Carsten, es war eine Freude, Dich zu begleiten.

Danke auch an Jobst, der uns hier wieder so freundlich aufgenommen hat und alles so perfekt organisiert hat.