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23.03.2013

Carsten hat zum 12 Stunden Lauf geladen. Bin ich ja mal gespannt, wie das wird. Das Wetter ist ja nicht gerade Ultralanglauf freundlich. Minus Temperaturen und doch ziemlich starker Wind, der es noch kälter anfühlen lässt, sind bestimmt eine große Herausforderung an alle Teilnehmer.

Dazu noch meine Verletzung am Fuß. Irgendwie alles keine guten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Abschneiden. Aber ich lass mich nicht bange machen.

Als ich am Helenensee ankomme, bin ich der erste der Teilnehmer. Zeit, um noch ein bisschen mit Carsten und Sandra zu plaudern.

Dann trudeln nach und nach die anderen Teilnehmer ein. Schade nur, dass doch einige noch abgesagt haben und sich die Läuferzahl so dezimiert hat. Das hat Carsten nicht verdient, der sich so viel Mühe gemacht hat, damit wir uns hier wohl fühlen können. Heizöfen im Vorzelt, Wohnwagen auch beheizt. Hervorragendes Angebot an heißen Duschen. Und diese Auswahl an Verpflegung. Besser kann man es bei so einer Laufveranstaltung nicht haben. Auf dem 2,01 km Rundkurs drei Toilettenhäuser und eine wunderschöne Landschaft rings herum. Ich fühle mich hier immer wieder wohl und herzlich willkommen.

Die Zeit bis zum Start vergeht wieder viel zu schnell. Pünktlich um 08:30 Uhr startet die kleine überschaubare Truppe. Die schnellen Hirsche geben gleich Gas und sind schon bald weit voraus und aus dem Blickfeld verschwunden.

Ich laufe zusammen mit Renate. Sie meinte zu mir, da ich ja noch verletzt sei, wolle sie sich man meinem Tempo anpassen, da ich mit dem Bänderriss bestimmt kein Tempo laufen würde. Das war eine sehr gute Entscheidung. So wurde mir nicht langweilig und wir Beide hatten uns so viel zu erzählen. Darüber verging die Zeit so schnell, das wir fast gar nicht bemerkten, dass Renate an den Punkt ihrer bisher längsten Laufstrecke kam. Das waren bisher etwas über 26 km, diese auch nicht unbedingt in so guter Erinnerung hatte. Aber mit unseren gemütlichen Tempo von 7:30 – 8:30 Minuten pro gelaufen Km hat sie die ersten 26 km mit links weggesteckt. Die Freude darüber war natürlich groß und ein mächtiger Ansporn, weiter zu laufen. Am Ende kam dabei ihr erster Marathon heraus. Die kühnsten Erwartungen wurden weit übertroffen. Von hier noch einmal herzlichen Glückwunsch und Danke für Deine nette Begleitung.

Nun begann mein einsames Rennen. Nach und nach verabschiedeten sich die Läufer/innen von der Strecke. Das kalte Wetter und der böige Wind waren wohl hauptsächlich Schuld daran.  

Mich störte es jedenfalls nicht. Zehn Stunden lief ich in den ersten Laufsachen. Die Gore Tex Soft Shell Jacke war meine beste Anschaffung zusammen mit den Hoka Laufschuhen. Durch die Jacke drang kein bisschen Wind an die Haut durch und der Schweiß wurde schön nach außen transportiert. Zu keinem Zeitpunkt hab ich gefroren. Einfach nur toll. Erst nach 10 Stunden hab ich mir einmal ein neues Unterhemd und ein neues Fleeceshirt angezogen, um einfach mal einen Moment Pause zu machen und mich auf den Endspurt vorzubereiten.

Die Hoka Schuhe sind der Zweite Glücksgriff gewesen. In diesem Paar bin ich erst ca. 5 km gelaufen, aber sie sitzen so perfekt dass ich von meinem lädierten Fuß nichts gemerkt habe. Vierzehn Tage nach dem Bänder Riss einen Ultra zu laufen, dafür haben mich fast alle als verrückt erklärt. Aber es hat nichts geschadet, auch heute Morgen merke ich nichts davon, alles ist gut.

Dann begannen die letzten beiden einsamen Stunden. Ich war mir jetzt schon sicher, dass ich sie ohne Probleme auch noch schaffen würde. So war es dann auch.

Gegen 20:00 Uhr trafen sich dann noch Carsten, der andere Karsten, Gerhard und ich zur gemeinsamen Schlussrunde. Gerhard hatte schon seinen „Ausgehanzug und Straßenschuhe“ an, lief darin diese letzten 2 km. Im Licht der Stirnlampen war diese letzte Runde ein würdiger Abschluss für einen wunderschönen Lauf Tag.

Noch einmal ganz herzlichen Dank an Carsten und seiner Familie für diese wunderschöne Laufveranstaltung.

Und ein Dankeschön an alle, die zusammen mit mir ein paar Runden gelaufen sind und für die schönen Gespräche, die wir geführt haben. Laufen kann so schön sein.

         
                        Unsere schöne Laufheimat.
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        Das Wesergebirge mit dem Klippenturm ganz hinten auf dem Hügel.
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                          Der besonders windanfällige Teil der Laufstrecke.
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Diese wunderschöne Forelle fiel plötzlich vom Himmel und Carsten direkt vor die Füße. Grund war der, das im See kurz vorher eine große Menge an Forellen ausgesetzt worden sind. Da hatten die Fischreiher ein Festmahl. Diese Forelle war wohl zu schwer und wurde daher von dem Reiher fallen gelassen.